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Das Ehrenamt ist unbezahlbar

24.01.2023
Neujahrsempfang 2023

„Erfolg kommt dann, wenn du tust, was du liebst.“ – Mit diesem Zitat von Albert Einstein eröffnete 1. Bürgermeister Andreas Sandwall seine Ansprache anlässlich des Neujahrsempfangs im Kursaal von Bad Bocklet. Nach pandemiebedingter Zwangspause konnte dieser nun endlich wieder stattfinden. Über 150 geladene Gäste fanden sich im Kursaal zu Getränken und Knabbereien ein. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Bad Bockleter Blaskapelle mit Dirigent Arno Holzheimer.

Die wichtigsten Ereignisse 2022

Auf Wunsch und Drängen des 1. Bürgermeisters Andreas Sandwall gab es nochmal ein Abstimmungsgespräch zur Erneuerung der Saaleflut- und Saalebrücken zw. Hausen und Großenbrach. Fazit war, dass die Themen Behelfsbrücken, Sperrung und Umleitung nochmals geprüft werden.

Für den Breitbandausbau im Rahmen der Bayerischen Gigabitrichtlinie wurde als Netzbetreiber die Telekom ausgewählt. 90 % der Gesamtkosten (2.457.330,00 Euro) übernimmt hierbei der Freistatt Bayern. Der Eigenanteil des Marktes Bad Bocklet beträgt 10 % und somit 273.037,00 Euro.

Neben dem Spielplatz „Ritterparadies“ in Großenbrach wurde auch die neue Außenanlage „Piratenparadies“ in Nickersfelden geweiht. Für das „Ritterparadies“ beliefen sich die Kosten auf 126.000 Euro, wobei der gemeindliche Bauhof insgesamt 2.622 Arbeitsstunden einbrachte. Die neue Außenanlage des Dorfgemeinschaftshauses in Nickersfelden wurde vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken gefördert. Von den Gesamtkosten in Höhe von 225.000 Euro betrug der Eigenanteil des Marktes Bad Bocklet dann nur noch 85.500 Euro. Für das neu geplante Dorfgemeinschaftshaus- und Feuerwehrhaus in Steinach fand im vergangenen Jahr die Bürgerbeteiligung statt.

Am Feuerwehrhaus in Bad Bocklet wurde 2022 mit einem Fest nicht nur der neue Anbau, sondern auch das neue Löschgruppenfahrzeug (LF20) geweiht. Rund eine Million Euro hat die Gemeinde Bad Bocklet dafür investiert.

Ehrungen der Feuerwehr

Geehrt wurden zahlreiche Feuerwehrmänner für 25- und 40-jährigen aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr. Der Flächenbrand im vergangenen Jahr in Großenbrach forderte die Feuerwehren enorm. Daher wurden auch die Landwirte für ihren Einsatz gewürdigt. Mit ihren Tankwägen schafften sie Wasser zum Löschen herbei. „Ohne ihre Hilfe hätten wir es nicht geschafft. Der Aussiedlerhof Hümpfer wäre hoffnungslos verloren gewesen“, bedankt sich 1. Bürgermeister Andreas Sandwall. Stellvertretend erhielten Matthias Farnung (Großenbrach), Marco Kleinhenz (Hausen), Agrarservice Hein (Nüdlingen) und Wolfgang Hüter (Großenbrach) einen Dieselgutschein.

Gemeinsam mit Kreisbrandrat Benno Metz übernahm Staatssekretär Sandro Kirchner die Auszeichnungen der Feuerwehr. „Das Ehrenamt ist unbezahlbar“, betonte er. 430.000 Ehrenamtliche im Blaulichtbereich gebe es alleine in Bayern, 315.000 bei der Feuerwehr. „Es soll gesehen werden, wer sich für das Gemeinwohl einsetzt. Beeindruckend, welche Leistungen hinter dem jahrzehntelangen Einsatz stehen. Unsere freiwilligen Feuerwehren, natürlich mit allen Vereinen zusammen, bilden ein Stück weit den Charakter und die Seele unserer Dörfer und Gemeinden.“

Ehrungen für aktiven Feuerwehrdienst

Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden geehrt:
  • Freiwillige Feuerwehr Großenbrach: Christian Albert, Matthias Kutscher und David Leiber
  • Freiwillige Feuerwehr Steinach: Andreas Freibott, Matthias Bühner, Markus Hochmuth, Daniel Bocklet, Bastian Freibott und Peter Schmitt
Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden geehrt:
  • Freiwillige Feuerwehr Aschach: Horst Krapf, Albert Neugebauer und Robert Schmitt
  • Freiwillige Feuerwehr Großenbrach: Heribert Hein
  • Freiwillige Feuerwehr Hohn: Erich Kirchner und Günter Schmitt
  • Freiwillige Feuerwehr Roth: Michael Wirsing
  • Freiwillige Feuerwehr Steinach: Gerhard Dünisch, Thomas Alles und Robert Roßhirt
  • Freiwillige Feuerwehr Nickersfelden: Martin Böhnlein

Bayerisches Ehrenkreuz in Silber

Außerdem wurde 2. Bürgermeister Norbert Borst für über 20 Jahre Tätigkeit als Kommandant der Feuerwehr Nickersfelden geehrt. Dafür wurde ihm das bayerische Ehrenkreuz in Silber des Feuerwehrverbandes überreicht. Mit 15 Jahren trat Norbert Borst der Feuerwehr bei. Nachdem er 1994 zum stellvertretenden Kommandanten gewählt worden war, übernahm er 2000 den Posten des 1. Kommandanten.

Weitere Grußworte sprachen Sabine Dittmar (Bundestagsabgeordnete, SPD) und Dorothee Bär (Bundestagsabgeordnete, CSU). Landrat Thomas Bold (CSU) betonte: „Immer, wenn sie gebraucht werden, sind die Blaulichtorganisationen da. Diese Gemeinschaft macht mir Hoffnung, dass wir auch durch schwierige Zeiten sehr gut durchkommen.“