Bad Bocklet Blog
Kunst geht fremd … und macht blau
Wer hat schon mal „blau gemacht“? „Kunst geht fremd“ bietet in diesem Jahr die Möglichkeit, ganz ohne schlechtes Gewissen oder einen Kater am nächsten Morgen blau zu machen.
Insgesamt haben sich 17 Exponate aus unterfränkischen Museen auf den Weg gemacht und verbringen ihre Zeit bis zum 8. November 2026 in völlig neuen Umgebungen. Während die „Fremdgänger“ eine Auszeit vom Gewohnten nehmen, eröffnen sich Besucherinnen und Besuchern neue, überraschende und inspirierende Perspektiven. Getreu dem diesjährigen Motto „Kunst geht fremd … und macht blau“ setzen sich alle Exponate auf unterschiedliche Weise mit den verschiedenen Facetten der Farbe Blau auseinander.
Im Graf-Luxburg-Museum der Museen Schloss Aschach ergänzt ein außergewöhnliches Objekt den festlich gedeckten Tisch im historischen Speisesaal: der AKT-IONS-STUHL. Als „Fremdgänger“ wurde er vom Kloster Wechterswinkel des Landkreises Rhön-Grabfeld auf die Reise geschickt.
Den Stuhl schuf 1991 der Bildhauer Michael Heide. Mit seinen sogenannten „Wohnskulpturen“ machte sich der Künstler in den 1990er Jahren einen Namen. Zu dieser Werkgruppe zählen verschiedene Schrank-, Tisch- und Sitzskulpturen – darunter auch der blaue AKT-IONS-STUHL. Charakteristisch sind ihre intensiv farbig gefassten Oberflächen. Als zeitgenössisches Kunstwerk bildet der Stuhl einen spannenden Kontrast zu den historischen Sitzmöbeln im Speisesaal. Dieser Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart macht den besonderen Reiz des Tauschprojekts „Kunst geht fremd“ jedes Jahr aus und lädt dazu ein, bekannte Museumsräume neu zu entdecken.
Alle Informationen zum Tauschprojekt „Kunst geht fremd“, zu den beteiligten Museen sowie zu den Begleitveranstaltungen finden Interessierte auf der Website www.kunst-gehtfremd.de.
Bildnachweis: © Museen Schloss Aschach, Foto: Josefine Glöckner
Über die Museen Schloss Aschach
Die Museen Schloss Aschach im Überblick
- Im Graf-Luxburg-Museum können sich Besucherinnen und Besucher in den ehemaligen Wohnräumen wie zu Gast bei der gräflichen Familie von Luxburg fühlen. Zu sehen sind hier auch die Kunstsammlungen mit Gemälden und Plastiken der Gotik und Renaissance sowie mit ostasiatischen Porzellanen und Bronzen aus dem gräflichen Besitz.
- Das Volkskundemuseum im barocken Fruchtspeicher vertieft die Eindrücke vom bäuerlichen Leben von 1850 bis 1950. Es zeigt das Wohnen und Arbeiten in der Rhön.
- Im Schulmuseum im ehemaligen Gärtnerhaus besichtigen Gäste einen Schulsaal aus der Zeit um 1900. Es sind Unterrichtsmaterialien, wie z. B. die damals wichtigen Schulwandbilder u. v. m., zu sehen.