Ukraine-Hilfe

Hilfe für die Ukraine

Millionen Menschen aus der Ukraine suchen Schutz vor dem Krieg – und die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bad Kissingen ist enorm. Um die Hilfe bündeln zu können, ist im Landratsamt Bad Kissingen die Koordinierungsgruppe „Ukraine-Hilfe“ gegründet worden.

Erreichbar entweder per E-Mail ukraine-hilfe@kg.de oder über die Hotline 0971/801-3800.

Die Hotline ist zu den üblichen Amtszeiten des Landratsamtes erreichbar:
Montag bis Mittwoch 8:00 – 16:00 Uhr, Donnerstag 8:00 – 17:00 Uhr und Freitag 8:00 – 12:00 Uhr.

„Germany4Ukraine“

Hilfe-Portal der Bundesregierung für in Deutschland ankommende Geflüchtete aus der Ukraine: Als offizielles, staatliches und themenübergreifendes Angebot werden hier Informationen zu Unterkunft, Basisthemen sowie medizinischer Versorgung in Deutschland gebündelt. Die Informationen und Leistungen sind mehrsprachig auf Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Germany4Ukraine

Anmeldung

Wo müssen sich Geflüchtete nach ihrer Ankunft im Landkreis melden?

  1. Zunächst im Einwohnermeldeamt der Kommune, in der sie unterkommen.
  2. Von dort bekommt das Landratsamt die Daten automatisch elektronisch übermittelt. Anschließend wird den Geflüchteten ein Termin zur Registrierung mitgeteilt (und ggf. für den Aufenthaltstitel, wenn ein biometrischer ukrainischer Reisepass vorhanden ist).

Wer bedürftig ist, erhält Leistungen gemäß Asylbewerberleistungsgesetz. Die Bearbeitung der Anträge erfolgt im Sozialamt. Hier reicht die Anmeldung, um Sozialleistungen gewähren zu können – insofern die Voraussetzungen vorliegen.

Um die Leistungen zu erhalten, müssen Sie im Landratsamt Bad Kissingen in der Sozialhilfeverwaltung vorstellig werden. Dafür wird keine vorherige Terminvereinbarung benötigt.

Mitgebracht werden muss dazu der Pass jedes Familienmitgliedes (falls nicht vorhanden, dann die Geburtsurkunde) sowie die Meldebestätigung der jeweiligen Stadt/Gemeinde. Zur Antragstellung für die Leistungsgewährung genügt die Anwesenheit des Haushaltsvorstandes und der jeweils volljährigen Kinder.

Müssen sich die Flüchtlinge auf jeden Fall anmelden?

Nein, ukrainische Staatsangehörige mit einem biometrischen Reisepass können sich im Schengen-Raum grundsätzlich 90 Tage für einen Kurzaufenthalt frei und ohne Visum bewegen. Nach Ablauf der 90 Tage würden sie sich illegal im Land aufhalten und benötigen deshalb eine Aufenthaltsbewilligung.

Sollte kein biometrischer ukrainischer Reisepass vorliegen, so ist eine Anmeldung erforderlich, um eine Duldung von der Ausländerbehörde zu erhalten.

Die Anmeldung ist allerdings Voraussetzung für die Gewährung von Sozialleistungen. Deshalb raten wir dazu, dass die Geflüchteten sich zeitnah, spätestens zum Ablauf der genannten 90-Tage-Frist im Einwohnermeldeamt anmelden.

Weitere Fragen

Wohin wenden sich Geflüchtete, die im Landkreis Schutz suchen, aber keinen geeigneten Wohnraum haben (z.B. über Verwandte)?

Direkt an die Ukraine-Hotline unter Tel. 0971/801-3800. Dort werden die Angebote gebündelt.

Wie lange dauert es etwa, bis die Sozialleistungsanträge bearbeitet sind und Geld „ankommt“?

Das Landratsamt bemüht sich, die Anträge so zeitnah wie möglich zu bearbeiten. Die genaue Zeitdauer ist von der Menge der Anträge abhängig, die derzeit nicht vorhergesehen werden kann.

Gibt es die Möglichkeit, dass Geflüchtete direkt schnelle Hilfe erhalten?

Schnelle Unterstützung in eilbedürftigen Fällen, z.B. in Form von Sachspenden, können Bedürftige direkt über Hilfsorganisationen wie die Caritas oder das Rote Kreuz erhalten.

Sind die Geflüchteten krankenversichert?

Möglicherweise haben sie eine Reise- oder Auslandskrankenversicherung. Ein bestehender Anspruch auf Asylbewerberleistungsgesetz beinhaltet eine Krankenversicherung.

Wohin können sie sich im Fall eines medizinischen Notfalls wenden?

Im Notfall direkt an ein Krankenhaus. Sollte ein Haus- oder Facharztbesuch notwendig sein, bitte direkt das Sozialamt des Landratsamts kontaktieren.

Müssen Geflüchtete für Fahrten im ÖPNV bezahlen?

Nein. Bis auf weiteres können Personen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, kostenlos die Linienbusse in Stadt und Landkreis Bad Kissingen nutzen. Als Nachweis wird lediglich ein gültiges ukrainisches Ausweisdokument benötigt. Darüber hinaus gilt für die Nutzung von Bussen und Bahnen in Bayern weiterhin die FFP2-Maskenpflicht und die 3G-Regelung.

Gibt es Zuschüsse, wenn Wohnraum zur Verfügung gestellt wird?

Die Kosten für die Wohnung, also die Miete, wird vom Sozialamt übernommen. Es gibt eine Mietobergrenze und einen definierten Wohnraum (z.B. für zwei Personen müssen
65 qm zur Verfügung stehen). Auch die Nebenkosten werden – bis zu einer bestimmten Höhe – vom Amt übernommen.

Können sich die Geflüchteten im Landkreis gegen Corona impfen lassen?

Ja! Jedem/jeder Ukrainer/in wird ein Impfangebot gemacht. Sie können zu den normalen Öffnungszeiten ins Impfzentrum Bad Kissingen kommen (www.kg.de/impfzentrum). Benötigt wird ein Identitätsnachweis (Reisepass, Personalausweis). Sinnvoll ist außerdem eine Betreuungsperson, die übersetzen kann, da im Impfzentrum keine Dolmetscher zur Verfügung stehen. Die Impfung ist kostenlos.

Informationen zur Impfung auf ukrainisch www.stmgp.bayern.de
Aufklärungsbogen zur Impfung auf ukrainisch Aufklärungsbogen Impfung ukrainisch

Corona: Müssen die Geflüchteten in Quarantäne?

Nein, seit 27. Februar ist die Ukraine kein Hochrisikogebiet mehr, daher entfällt die Quarantänepflicht bei einer Einreise nach Deutschland

Kontakt

Für die Anmeldung von Flüchtlingen im Markt Bad Bocklet wenden Sie sich bitte an Herrn Kevin Baumeister:

Herr Kevin Baumeister

Einwohnermeldeamt, Passamt

Weitere Informationen rund um die Ukraine-Hilfe finden Sie hier:

Landkreis Bad Kissingen – Ukraine-Hilfe